IfS dicht machen! – Neue Rechte alt aussehen lassen! 

Eine Übersicht findet ihr hier: kaltland.blogsport.eu/SR1702

Vom 17. bis zum 19. Februar 2017 findet im Dörfchen Schnellroda die „17. Winterakademie“ des „Instituts für Staatspolitik“ statt. Neurechte Publizist*innen um Götz Kubitschek (Verlag Antaios) und Ellen Kositza (Blaue Narzisse), die Identitäre Bewegung und weitere Verfechter*innen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit wollen dort das Thema Gewalt diskutieren.
Weshalb dies nichts als blanker Hohn und Spott ist, erklärt der Aufruf des Bündnisses Aufstehen gegen Rassismus Mitteldeutschland sehr gut[1].

Wir schließen uns diesem Aufruf an und planen, am 17. Februar ebenfalls am Protest gegen das neurechte Treffen teilzunehmen – und rufen euch auf, dabei zu sein!

Haltet euch beim Bündnis Aufstehen gegen Rassismus Mitteldeutschland auf dem Laufenden. Wir geben ebenfalls unser Bestes, euch mit aktuellen Infos, Planungen und Aufrufen zu versorgen.

Warum so weit ins Hinterland fahren?

Die mittlerweile offene Zusammenarbeit Neurechter wie Kubitschek mit der „Alternative für Deutschland“, das offene gemeinsame Auftreten mit der „Ein Prozent“-Bewegung verdeutlichen, wie wirkmächtig und sicher sich das völkisch-nationalistische Spektrum mittlerweile fühlt. Der europaweite Rechtsruck ist kein bloßer Zufall oder impulsiver emotionaler Ausbruch, sondern auch der geschickten Arbeit neofaschistischer Strateg*innen geschuldet. Diese Arbeit aufzudecken ihr mit Widerspruch zu begegnen, wird umso wichtiger, je mehr Staaten in völkischen Taumel verfallen. Das „Institut für Staatspolitik“ ist kein harmloser Think Tank, sondern ein ernstzunehmendes Vernetzungstreffen von Menschenfeind*innen.

Der Protest gegen das IfS ist der mittlerweile dritte. Beim ersten[2] und zweiten[3] waren wir ebenfalls vor Ort. Daher schließen wir uns „Aufstehen gegen Rassismus“ an: Wir kommen wieder – so lange bis der braune Mist das Dorf verlassen hat!

  1. facebook.com/aufstehengegenrassismusmd/posts/1184668991588393 []
  2. kaltland.blogsport.eu/reiseberichte/rechte-denkfabriken-bestreiken-16-09-2016/ []
  3. nohalgida.wordpress.com/2016/11/08/demobericht-schnellroda-5-11-2016-rechte-hetze-in-die-tonne/ []

2 Gedanken zu „IfS dicht machen! – Neue Rechte alt aussehen lassen! “

  1. Erstmal danke für Eure wichtige Arbeit. Ich beobachte Götz Kubitschek seit 2003/2004. Ellen Kositza ist seine Ehefrau, sie wirkt auch beim gemeinsamen Verlag Antaios mit. Die zwei Siezen sich auch zuhause, „Ich wünsche Ihnen einen guten Morgen, Herr Kubitschek“, weil die das als besonders bildungsbürgerlich und apart empfinden. Das rechte Onlinemagazin „Blaue Narzisse“ ist ein Machwerk von Felix Menzel und seinem Freundeskreis, nicht von Ellen Kositza. Menzel ist ein ideologischer Zögling Kubitscheks und regelmässiger Autor im Theorieorgan des IfS, der „Sezession“. Er hat auch für den Antaiosverlag Bücher geschrieben und im IfS Vorträge gehalten. Das Institut für Staatspolitik (IfS) existiert als Rechtsperson übrigens so nicht, sondern ist lediglich als Name eine Marke des „Vereins für Staatspolitik e.V.“.

    „Ein Prozent“ wiederum – von Kubitschek zusammen mit dem Chefredakteur der rechten Verschwörungszeitschrift „Compact“, Jürgen Elsässer, als „Greenpeace für Deutsche“ ersponnen – ist keine Bewegung, sondern eine Organisation (Selbstanspruch: „NGO“) zur Requirierung von Spendengeldern, die dann an die eigenen Leute (also bekannte Neurechte aus dem Milieu) für politische Aktionen, Projekte und verbundene Pöstchen verteilt werden. Die arbeiten nicht nur zusammen, es ist eine Vorfeldorganisation von Kubitschek und das Personal ist identisch (siehe https://einprozent.de/ueber-uns/). Der von den beiden eingesetzte „Ein Prozent“-Chef Phillip Stein ist langjährig als Schreiberling für die „Blauen Narzisse“ von Felix Menzel bekannt.
    Die Identitäre Bewegung dagegen ist (von ihrer Entstehung) selbständig. Die arbeitet aber sehr eng zusammen, bilden ein gemeinsames neurechtes Milieu.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.