Nazis vertreiben, Flüchtlinge bleiben! Markranstädt 24.03.2016

Infos

Wenn am Donnerstagabend Neu-Rechte und Neo-Nazis Hand in Hand in Markranstädt aufmarschieren wollen, werden wir da sein und fordern alle engagierten Menschen auf, sich uns anzuschließen.
Unsere Demo startet am 24.03.2016 um voraussichtlich 18:30 Uhr am dem Bahnhof. anschließend geht unsere Route über die Eisenbahnstraße bis zur Parkstraße und dann weiter Leipziger Straße. An der Einmündung zum Marktplatz, in Markranstädt in Hör- und Sichtweite zur Hetzveranstaltung, habe wir ein Zwischenkundgebung, anschließend gehen wir den gleichen weg wieder zurück zum Bahnhof.
Neben eurem deutlichem Protest wird es einige inhaltliche Beiträge geben.

Also: Kommt vorbei, seid kreativ und zeigt deutlich, dass Markranstädt kein ruhiges Hinterland für rassistische Hetze ist!

Für Leipziger_innen wird es eine gemeinsame An- und Abreise geben:
Wir treffen uns um 17:40 Uhr am Hauptbahnhof, Gleis 8.
Packt dafür ca. 7 € für zwei MDV-Tickets (Student_innen könne ihren -Ausweise benutzen), etwas zu Essen und zu Trinken ein und nehmt ein paar liebe Freunde mit.

Der Aufruf:

Unter dem Deckmantel der sicherlich schwer besorgten Bürgerinitiative „Nein zum Heim Markranstädt“, beziehungsweise „Markran’ser kämpfen – mit Herz und Verstand“ versuchen Neurechte Strukturen seit mehreren Wochen, in Markranstädt Stimmung gegen dort untergebrachte Geflüchtete und neuerdings auch für die völkisch-nationalistische Ideologie der AfD zu machen. Bislang fanden sich zu den im Zweiwochentakt stattfindenden Kundgebungen nur jeweils etwa 50 Personen zusammen, die augenscheinlich ohne Support aus dem Neonazi- und Hooliganspektrum nur zu dritt gewesen wären.

Dies sollen nun „prominente“ Unterstützung und betont bürgerlicher Anstrich retten: Alexander Kurth, der bereits ab 2013 in Leipzig-Gohlis im Kostüm einer Bürgerinitiative gegen den geplanten Moscheebau der Ahmadiyya-Gemeinde Hetze betrieb und im vergangenen Jahr in und um Leipzig mit Ex-LEGIDA Silvio Röslers Querfrontprojekt „Offensive für Deutschland“ erneut scheiterte, versucht es nun noch einmal im Leipziger Umland. Der schwächelnde Thüringer GIDA-Ableger THÜGIDA hat sich den Namenszusatz „Wir lieben Sachsen“ zugelegt und verspricht dem Markranstädter Hetzbündnis nun Unterstützung.

Mit beliebig gewählten Themen von TTIP bis „Gender Mainstreaming“, die regelmäßig auf ähnlichen Veranstaltungen neurechter Bewegungen für die Verbreitung ihres völkischen Weltbilds besetzt werden, sollen auch diejenigen auf die Straße gelockt werden, die sich normalerweise nicht den Parteien NPD oder Die Rechte anschließen würden – die spätestens mit THÜGIDA-Anschluss eindeutig vertreten sind. Für Die Rechte ist in Markranstädt mit Alexander Kurth vor Ort, für die NPD wird höchstwahrscheinlich der Geithainer Stadtrat Manuel Tripp sprechen. Während Kurth sich ab vergangenem September der Abspaltung „Offensive für Deutschland“ anschloss, ist Tripp bis heute regelmäßiger LEGIDA-Teilnehmer.

Wer sich der rassistischen Kundgebung in Markranstädt anschließt, kann nicht leugnen, mit Neonazis mitzulaufen, egal wie sehr sich auch tarnen mögen.

Wir in Leipzig wollen nicht länger zusehen, wie Neonazi-Exporte versuchen, im Umland einen Rückzugsort für ihre menschenverachtende Hetze zu finden!

Wir wollen nicht zusehen, wenn in und um Leipzig Geflüchteten mit Hass und Gewalt begegnet wird. Wir wollen ein deutliches Zeichen dafür setzen, dass wir auch außerhalb der Stadtgrenzen für eine offene und tolerante Gesellschaft einstehen und menschenfeindlicher Hetze widersprechen.

Darum werden wir am Donnerstagabend in Markranstädt sein und fordern alle engagierten Menschen auf, sich uns anzuschließen. Unsere Kundgebung startet am 24.03.2016 um voraussichtlich 18:30 Uhr auf dem Marktplatz in Markkranstädt in Hör- und Sichtweite zur Neonazi-Kundgebung. Neben deutlichem Protest wird es einige inhaltliche Beiträge geben. Also: Kommt vorbei, seid kreativ und zeigt deutlich, dass Markranstädt kein ruhiges Hinterland für rassistische Hetze ist!

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